ûf der worte heide #22

»musik­ge­rago­gisch« – (aus einer nicht-öffen­t­­li­chen Mail-Kom­­mu­­ni­­ka­­ti­on) »Ein-Per­­so­­nen-Baa­­der-Mein­hof-Ban­­de unter den EU-Kom­­mis­­sa­­ren« – so bezeich­net Tho­mas Knüwer den »Netz­kom­mis­sar« Gün­ther Oet­tin­ger »Zuwe­gung« – (auf einem Bau­stel­len­schild am Bahn­hof Bad Kreuz­nach)

Sofot und geich

Ich hof­fe (und gehe auch davon aus …), dass die­ser Metz­ger ein bes­se­rer Flei­scher als Tex­ter ist: Man beach­te auch den typo­gra­phisch fal­schen Apo­stroph und die über­all feh­len­den Bin­de­stri­che (oder, was natür­lich noch bes­ser wäre, Zusam­men­schrei­bung von Kom­po­si­ta). Schön auch, dass oben­drü­ber eine ortho­gra­phisch deut­lich bes­se­re Ver­si­on hängt …

Früher …

… war auch nicht alles bes­ser, auch vor vie­len Jah­ren konn­ten nicht alle Gewer­be­trei­ben­den (oder deren Rekla­me­fach­män­ner) sicher über die deut­sche Recht­schrei­bung ver­fü­gen: (gefun­den bei Wal­ter Kem­pow­ski: Hamit. Tage­buch 1990. Mün­chen: btb 2011, S. 342)

Orthographie und Ausdruck

Die Ortho­gra­phie ist die Erzie­hungs­an­stalt des frei­en schrift­li­chen Aus­drucks. Es soll Kor­rek­to­ren geben, die über der Ortho­gra­phie das Lesen ver­lernt haben. Wenn es sie nicht gäbe, wür­de jeder in jedem geschrie­be­nen Satz die Ent­wick­lung sei­ner Spra­che und die Struk­tu­ren sei­ner Intel­li­genz doku­men­tie­ren – wie Fried­rich II., wie Qui­ri­nus Kuhl­mann, wie noch Goe­the und Schil­ler gele­gent­lich. […]

ss-Brücke

Was pas­siert, wenn man den Lay­ou­ter tren­nen lässt und kein sprach­ver­stän­di­ger Mensch das kon­trol­liert, sieht man sehr schön bei die­sem Pla­kat der am Wochen­de statt­fin­den­den Main­zer Wein­ta­ge: Ich hof­fe mal, dass die Impli­ka­ti­on, die sich aus der völ­lig regel­wid­ri­gen (und ja auch hirn­ris­si­gen) Tren­nung ergibt, kei­ne Absicht im Sin­ne einer ver­steck­ten Bot­schaft ist: Das aus […]

Maßarbeit

Maß­ar­beit bie­tet die Schnei­de­rei »Kuhn Maß­kon­fek­ti­on« (in deren Stamm­haus in Schnee­berg ich auch schon Kun­de war) an, zumin­dest für ihre Klei­dung. Bei der Spra­che scheint es damit noch deut­lich zu hapern, wie ich heu­te im Schau­fens­ter der Main­zer Filia­le (die im Post­ge­bäu­de unter­ge­bracht ist) sah. So machen sie dort Wer­bung für einen Dop­pel­pack: Streng genom­men […]