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Eine Mün­che­ner Wer­be­agen­tur hat­te offen­bar Geld für schi­cke Designs, aber kein Geld für jeman­den, der die deut­sche Spra­che beherrscht – gleich meh­re­re »Rezes­sio­nen« gibt es dort und noch so eini­ge ande­re Feh­ler:

Deppenapostroph anno 1921

In dem ziem­lich groß­ar­ti­gen Berg­film »Im Kampf mit dem Ber­ge« (1921) von Arnold Fanck, der auch eine wun­der­ba­re durch­kom­po­nier­te Film­mu­sik von Paul Hin­de­mith hat, taucht auf einer der ers­ten Text­ta­feln ein klas­si­scher Dep­pen­apo­stroph (wenn man den Aus­druck ver­wen­den will …) auf: Auch typo­gra­phisch war man 1921 genau­so wenig vor Feh­lern gefeit wie heu­te, wie die­se […]

CDU-Rechtschreibung

Die CDU in Rhein­­land-Pfalz behaup­tet im Wahl-O-Mat für die Land­tags­wahl, »Recht­schrei­bung und Schreib­schrift« sei­en »wich­ti­ge Kul­tur­tech­ni­ken.« Dum­mer­wei­se beherrscht sie die­se selbst nicht – im Satz davor steckt ein schö­ner Feh­ler: Die Sub­stan­ti­vie­rung von »schrei­ben ler­nen« wird laut Duden »das Schrei­ben­ler­nen« geschrie­ben. Und statt »lern­schwä­che­re« muss es natür­lich »lern­schwä­che­ren« hei­ßen. So viel zur »wich­ti­gen Kul­tur­tech­nik« …

Vorsicht Stufe!

Die VGF hät­te wohl bes­ser jeman­den gefragt, der sich aus­kennt, bevor sie die­se Auf­kle­ber auf die Türen ihrer U-Bah­­nen geklebt hat: (Aber ande­rer­seits: Sie schrei­ben ihre Fir­ma ja auch »Ver­kehrs­Ge­sell­schaft Frank­furt am Main«, die Schwä­che im Umgang mit der Spra­che scheint also Sys­tem zu haben …)